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Grußwort

Dr. Caroline Mann
Dr. Caroline Mann
Dr. Hans-Günter Weeß
Dr. Hans-Günter Weeß

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Schlaf – Wirtschafts- und Karrierefaktor“ haben wir als Tagungsthema für die 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin vom 5.-7. November 2026 in der Messehalle in Wiesbaden ausgewählt. Wir freuen uns auf unsere Aufgaben und heißen Sie als Tagungspräsidentin und Tagungspräsident zu unserem Jahreskongress in Wiesbaden herzlich willkommen!

Mit dem Tagungsthema möchten wir gemeinsam mit Ihnen die Zusammenhänge zwischen Schlaf, Schlafstörungen und der 24-Stunden-Gesellschaft sowie deren Auswirkungen auf das psychosoziale Leistungsvermögen des Einzelnen und die Produktivität unserer Gesellschaft näher beleuchten.
Stimmt es, dass Menschen, die weniger schlafen beruflich erfolgreicher sind oder ist im Gegenteil ausreichender Schlaf der Karrierefaktor? Fängt der frühe Vogel wirklich den Wurm oder ist vielmehr der Wurm drin, wenn der frühe Schul- und Arbeitsbeginn zu chronischem Schlafmangel führen? Wie beeinflussen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unser Leistungsvermögen am Arbeitsplatz und unsere Gesundheit?

Bill Clinton sagte über seine Amtszeit als amerikanischer Präsident: „Die meisten Fehler habe ich gemacht, wenn ich nicht genug Schlaf hatte und müde war“. Wie fördern ausreichend und gesunder Schlaf unsere Arbeitsfähigkeit, Produktivität und Kreativität am Arbeitsplatz? Welche Auswirkungen haben Schlafstörungen auf die Arbeitssicherheit und die Unfallhäufigkeit? Haben Mitarbeitende mit Schlafstörungen mehr Fehlzeiten am Arbeitsplatz und stellen diese ein Produktivitätsrisiko dar? Nicht zuletzt interessiert uns die Frage, wie chronische Schlafstörungen die Gesundheitskosten erhöhen.

Das umfangreiche wissenschaftliche Programm präsentiert sich gewohnt vielschichtig und interdisziplinär: 41 wissenschaftliche Symposien vermitteln die neuesten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten aus allen Bereichen der Schlafmedizin. Dabei kooperieren wir wiederum mit Kolleginnen und Kollegen aus den Fachgebieten u.a. Neurologie, Pneumologie, Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, Psychologie und Psychosomatik.

Die DGSM-Akademie bietet in Ihrem zweiten Jahr ein umfangreiches Fortbildungsprogramm in 2 Fortbildungssträngen parallel zum wissenschaftlichen Programm. Das qualitativ hochwertige Fortbildungsprogramm wurde nach dem Motto der Akademie „von Mitgliedern für Mitglieder“ erstellt. Es richtet sich an schlafmedizinische Einsteiger:innen als auch Fortgeschrittene, welche sich rasch und umfassend in schlafmedizinische Themen einarbeiten möchten. Darüber hinaus möchten wir mit diesem Programm niedergelassene Haus- und Fachärztinnen und -ärzte ansprechen, welche bislang noch keinen Kontakt mit der Schlafmedizin hatten. Ihnen bietet sich durch die Teilnahme die Möglichkeit ein schlafmedizinisches Zertifikat zu erwerben.

Das traditionell auf dem Kongress fest verankerte Patientenforum wird in diesem Jahr wesentlich von den Arbeitsgruppen unterstützt und durchgeführt. Es hat verschiedenste Schlafstörungen und wichtige Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Schlafqualität zum Gegenstand. Es ist in den Patientenveranstaltungen deutlich spürbar, dass die Betroffenen ein großes Interesse daran haben, sich auszutauschen, sich mitzuteilen und sich Hilfe von Expertinnen und Experten zu holen. Dieser Verantwortung für die Patientinnen und Patienten stellt sich die DGSM gern und öffnet – gemeinsam mit den sehr engagierten Selbsthilfegruppen – hier ihre Jahrestagung auch der interessierten Öffentlichkeit.
Jenseits von Forschung und Wissenschaft bietet unser Tagungsort Wiesbaden Ihnen, neben dem schönen Blick auf Mainz, ein leicht viktorianisches Flair mit seinem Stadtschloss, Kurhaus, dem Kurpark, der Spielbank und seinem Dichterviertel viel Sehenswertes und eine facettenreiche Gastronomie.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch des DGSM-Kongresses und ein Wiedersehen im November in Wiesbaden!
Mit den besten Grüßen
Ihre

Dr. Hans-Günter Weeß
Pfalzklinikum, Klingenmünster                                                          

Priv. Doz. Dr. Caroline Mann
Hautklinik, Universitätsklinikum Mainz

Grußwort des Ministers für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit

Foto des Ministers Clemens Hoch
Minister Clemens Hoch

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen zur 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin! 34 Jahrestagungen stehen für mehr als drei Jahrzehnte wissenschaftlicher Neugier, medizinischen Fortschritts und wachsender Erkenntnisse über die zentrale Bedeutung des Schlafes für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit.

Das diesjährige Kongressthema „Schlaf – Wirtschafts- und Karrierefaktor“ ist hoch aktuell: Ist weniger Schlaf tatsächlich ein Zeichen besonderen Einsatzes und beruflichen Erfolgs – oder ist ausreichender und gesunder Schlaf gerade die Voraussetzung für nachhaltige Leistungsfähigkeit und eine erfolgreiche Karriere?

In einer Arbeitswelt, die von Flexibilität, ständiger Erreichbarkeit und zunehmender Digitalisierung geprägt ist, gewinnt diese Frage weiter an Bedeutung. Digitale Kommunikation kennt keine festen Arbeitszeiten, Schichtarbeit und frühe Arbeitszeiten treffen auf individuelle biologische Rhythmen. Umso wichtiger ist es, die Bedeutung des Schlafes auch aus gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Perspektive zu betrachten.

Die vielfältigen Facetten des Schlafes spiegeln sich im Kongressprogramm wider. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fachrichtungen – von Neurologie und Pneumologie über Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde bis hin zu Dermatologie und Psychosomatik – bringen ihre Expertise ein. Die DGSM-Akademie leistet mit ihren Fortbildungsangeboten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung schlafmedizinischer Kompetenz. Das Patientenforum unterstreicht zudem, um wen es in der Medizin geht: um die Menschen, die mit einer Erkrankung leben. Diese Zusammenarbeit ist unverzichtbar, um neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu entwickeln, Wissen zu teilen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.

Die Zukunft der Medizin entsteht dort, wo technologische Möglichkeiten auf wissenschaftliche Erkenntnis, menschliche Erfahrung und verantwortungsvolles Handeln treffen. Die Jahrestagung der DGSM schafft den Raum, diesen Dialog zu führen, neue Perspektiven zu entwickeln und gemeinsam Fortschritte zu gestalten.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Jahrestagung, anregende Diskussionen, neue Erkenntnisse und viele Impulse für Ihre medizinische Versorgung und Forschung.

Clemens Hoch
Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit
Rheinland-Pfalz